Autorenname: Silke Schemer

Steuerung setzt gezielt dort an, wo sie wirklich nötig ist.

In vielen Organisationen wird dauerhaft gesteuert: über Ziele, Regeln, KPIs, Meetings. Nicht, weil das System es braucht – sondern aus Unsicherheit. Die Kybernetik denkt anders. Sie fragt nicht: Wie kontrollieren wir besser? sondern: Wann ist Steuerung überhaupt sinnvoll – und wann nicht? MBSS greift genau diesen Gedanken auf. Solange sich eine Organisation selbst organisiert, routiniert […]

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Weil Orientierung ermöglicht wird, statt Ordnung erzwingen zu wollen.

Chaos fühlt sich für Organisationen meist bedrohlich an. Vertraute Routinen greifen nicht mehr. Informationen widersprechen sich. Entscheidungen wirken plötzlich beliebig. Viele Organisationen reagieren darauf mit mehr Kontrolle. Mehr Regeln. Mehr Vorgaben. Mehr Druck. MBSS geht einen anderen Weg. Chaos ist kein Ausnahmezustand, der „weggeführt“ werden muss.Es ist ein normaler Übergangsraum in komplexen Systemen.Entscheidend ist nicht,

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Innovation, Eigenverantwortung und Vertrauen werden ermöglicht, statt sich in Anordnungsversuchen zu verlieren.

Viele Organisationen wünschen sich genau das: mehr Innovation, mehr Eigenverantwortung und mehr #psychologische Sicherheit. Und versuchen, es herzustellen – über Leitbilder, Trainings oder neue Verhaltensregeln. Dann wundern sie sich, warum all das nicht „einfach entsteht“ – ganz im Sinne eines emergenten Phänomens. Der Grund ist simpel – und unbequem: Positive emergente Phänomene lassen sich nicht

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Warum MBSS Organisationen hilft, sich in komplexen Umwelten zu orientieren

Organisationen scheitern heute selten an fehlendem Wissen. Und auch nicht an mangelndem Engagement. Sie geraten ins Straucheln, weil Komplexität mit Vereinfachung beantwortet wird. MBSS setzt genau hier an. Statt Komplexität zu reduzieren, macht MBSS sie bearbeitbar – indem die Perspektiven aller Betroffenen systematisch einbezogen werden. Nicht aus Beteiligungsromantik.Sondern, weil komplexe Situationen nur dann verstanden werden

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ebene 7 selbststeuerung

Selbststeuerung ist kein Zustand. Sie ist das Zusammenspiel aller Ebenen.

Selbststeuerung bedeutet im MBSS nicht:keine Führung, keine Steuerung oder „jede*r macht, was er oder sie will“. Selbststeuerung entsteht dort, wo Organisationen alle Systemebenen bewusst nutzen– und sie miteinander in Beziehung setzen.Wenn Routinen tragen.Wenn Kultur Orientierung gibt.Wenn Informationen handlungswirksam sind.Wenn Probleme von den Betroffenen gelöst werden.Wenn Organisationsbedürfnisse als Kraftquellen erkannt sind.Und wenn das Leadership-System zur richtigen

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ebene 6 leadership system

Führung gibt Antworten. Ein Leadership-System stellt die richtigen Fragen – zur richtigen Zeit.

Auf Systemebene 6 geht es im MBSS nicht um Hierarchie und auch nicht um Dauerreflexion.Sondern um bewusste Steuerung, wenn Routinen nicht mehr ausreichen. Das Leadership-System verbindet zwei Elemente: Katalyse-DesignEs schafft strukturierte Räume, in denen reale, komplexe Probleme bearbeitet werden können. Ohne Lösungen vorzugeben. Ohne Inhalte zu diktieren. Aber so, dass Betroffene wirksam mitarbeiten und tragfähige

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ebene 5

Intelligente Organisationsbedürfnisse sind Kraftquellen – sobald Organisationen lernen, mit ihnen bewusst umzugehen.

Organisationen verfügen über innere Kraftquellen.Im MBSS nenne ich sie intelligente Organisationsbedürfnisse. Sie entstehen nicht aus Leitbildern, sondern aus gemeinsamer Erfahrung:aus dem, was sich für eine Organisation als stimmig, tragfähig oder frustrierend erwiesen hat. Auf Systemebene 5 geht es deshalb nicht um Führung oder Sinnklärung, sondern um Wirkrichtung und Energie. MBSS unterscheidet hier zwei Arten von

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ebene 4

Organisationen scheitern selten am Problem – sondern an ihrer Problemlösungslogik.

Unter Druck greifen Organisationen meist auf das zurück, was sich früher bewährt hat: Routinen, vertraute Rollen, bekannte Muster. Kommunikation kreist dann vor allem um Beschwerden und Risiken. „Weg-von“-Informationen dominieren – die Organisation bleibt im Hausverstand hängen. Das Problem wird immer wieder beschrieben, aber nicht wirklich gelöst. Auf Systemebene 4 entscheidet sich daher: Kann diese Organisation

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ebene 3 funktionale informationen

Informationen sind keine Inhalte – sie sind Handlungsschalter.

In Organisationen wirken Informationen nicht allein dadurch, dass sie existieren. Sie wirken, wenn sie Handeln auslösen. MBSS unterscheidet deshalb zwischen strukturellen Informationen (z. B. Aushänge, Mails, Reden) und funktionalen Informationen –denjenigen, die Menschen im Alltag tatsächlich in Bewegung bringen. Ob eine Information funktional wird, hängt von der Situation, der Deutung und dem Kontext ab. Erst

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ebene 2

Kultur färbt Verhalten – Selbststeuerung gestaltet es.

Kultur ist das Grundmuster, mit dem eine Organisation auf die Welt reagiert. Sie zeigt sich in dem, was wir tun, ohne darüber nachzudenken:Wie wir miteinander sprechen.Wie wir entscheiden.Wie wir Unsicherheit ausgleichen. 👉 Manche Kulturen sind eher umsetzungsorientiert – es zählt, dass Dinge vorankommen.👉 Andere sind stärker erlebnisorientiert – Beziehung und Miteinander stehen im Vordergrund.Beide Varianten

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