In letzten Beiträgen ging es um eine zentrale Frage:
Wie können Organisationen dauerhaft sozial nachhaltig werden?
Wir haben gesehen:
Beteiligung, psychologische Sicherheit und Lernfähigkeit entstehen vor allem dort, wo Organisationen lernen, sich selbst zu steuern.
Doch genau hier taucht oft ein Missverständnis auf.
Selbststeuerung wird schnell mit Laissez-faire, Chaos oder Kontrollverlust verwechselt.
Dabei ist Selbststeuerung das Gegenteil davon.
Die Psychologie zeigt:
Auch Menschen steuern sich selbst – jeden Tag.
Wir orientieren uns, treffen Entscheidungen, handeln und korrigieren uns anhand von Rückmeldungen.
Ohne permanente äußere Kontrolle. Diese Funktionslogik beschreibt die PSI-Theorie von Julius Kuhl.
MBSS überträgt genau diese Logik erstmals auf Organisationen.
Selbststeuerung bedeutet deshalb nicht weniger Steuerung –
sondern eine andere Form von Steuerung.
Eine Steuerung, die Orientierung gibt, partizipative Entscheidungen ermöglicht und
Organisationen dauerhaft leistungsfähig und mental gesund hält.
Und das Entscheidende:
Sie kann gelernt werden. MBSS hilft Organisationen, Selbststeuerungskompetenzen Schritt für Schritt aufzubauen.
So wird soziale Nachhaltigkeit nicht vom guten Willen Einzelner abhängig –
sondern Teil der Steuerungsarchitektur der Organisation.
Soziale Nachhaltigkeit lässt sich lernen.
Wenn Organisationen lernen, sich selbst zu steuern.